Konfliktbeilegung durch Europäisierung?

Griechenland und seine Nachbarn Mazedonien und Türkei

 Universität Duisburg-Essen

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Das Projekt

 

Für die Politik ist es eine Gewissheit: Europäisierung fördert Stabilisierung und Konfliktbeilegung. Der wissenschaftliche Nachweis eines solchen Zusammenhangs ist bislang indessen wenig überzeugend.

 

Daher soll in unserem Forschungsprojekt überprüft werden, ob die stetig zunehmenden Verflechtungen in den Bereichen Politik und Wirtschaft zugleich die - in der EU gemeinhin von allen akzeptierten - friedlichen und geregelten Formen der Konfliktaustragung befördern und so eine neue Kultur der Auseinandersetzung auch im weiter zusammenwachsenden Europa entsteht.

 

Die Betrachtung der Beziehungen des EU-Mitglieds Griechenland zu seinen beiden Nachbarländern Mazedonien und Türkei erscheint hierfür als guter Gradmesser. Ziel ist es letztlich herauszufinden, inwieweit sich die empirisch festgestellten Entwicklungen tatsächlich auf Prozesse der "Europäisierung" zurückführen lassen und welche Verallgemeinerungen sich daraus - über die Analyse und Interpretation der ausgewählten Fallbeispiele hinaus - ableiten lassen.

 

Vorgesehen ist eine Kombination aus Literaturanalyse und Experteninterviews, eine Auswertung von Meinungsumfragen und Parlamentsdebatten. Unser Forschungsteam wird dabei mit Wissenschaftlern aus Griechenland, Mazedonien und der Türkei kooperieren.

 

Die VolkswagenStiftung fördert das zweijährige Forschungsvorhaben mit 186.500 Euro.